Töpfermarkt im Schloss Thurnau

Blick auf Gasse zwischen Töpferständen

Die historische Kulisse des Schlosses versprühte ein romantisches Flair. | Fotocredits: Juliane Pröll

Keramik, Porzellan und viel Kreativität gab es am ersten Wochenende im Dezember beim Töpfermarkt im Schloss Thurnau in Oberfranken zu sehen. Das Wetter war kalt und regnerisch statt frostig mit Schnee, doch beim Bewundern der getöpferten Waren geriet das ungemütliche Wetter schnell in Vergessenheit. Der Töpfermarkt im Schloss teilte sich durch die örtlichen Gegebenheit in drei Abschnitte auf: Im Innenhof befand sich der Großteil der Töpferstände, im kleineren Hof gab es weitere Buden und außen vor dem Tor reihten sich ebenfalls noch Marktstände mit Töpferwaren aneinander. Die Aufteilung hat jedoch nichts mit der Qualität des angebotenen Handwerks zu tun. Es ist einfach den baulichen Umständen des Schlosses geschuldet, dass nicht alle Stände im Innenhof aufgebaut werden konnten. Handwerklich waren die Töpfer, die dort ihre Stücke anboten, hervorragend.

Getöpferte Käfer, detailiert gearbeitet

An diesem Stand bewundert ein Besucher gerade die detailreich gearbeiteten Käfer von Ross De Wayne Keramik. | Fotocredits: Juliane Pröll

Freie Auswahl beim Töpfermarkt in Schloss Thurnau

Zu Bestaunen und zu Kaufen gab es alles, was das Herz eines Töpfermarkt-Besuchers begehrte: Gebrauchsgegenstände wie Teekannen, Tassen und Teller, Deko wie Windlichter, Duftlampen und Figürchen, aber auch ungewöhnliche Dinge wie Tassen mit Schlangengriff, Ocarinas und Kunstobjekte. Auch getöpferte Ketten, Ohrringe und Broschen konnten die Besucher erwerben. Im kleinen Hof stand sogar ein – zugegeben recht kahler, aber schöner – Christbaum mit Tonfiguren als Christbaumschmuck.



Ocarina Stand am Töpfermarkt Thurnau

Die Keramikwerkstatt Ton + Töne verkaufte Ocarinas in allen Farben und Formen. | Fotocredits: Juliane Pröll

Türklingeln und Raku-Kunst

Natürlich waren alle Stücke auf ihre Weise einzigartig, doch besonders stachen die Raku-Objekte und Figuren vom Keramikatelier Dagmar Langer hervor. Unter anderem bot sie fein gearbeitete Figuren an, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet waren. Des Weiteren wartete der Keramiker Clemens Schleifer mit ungewöhnlichen Ansätzen auf wie beispielsweise getöpferten Türklingeln und Krügen mit Gesicht. Ansonsten boten die Stände solide Töpferkunst mit mal mehr, mal weniger ausgefallenen Ideen – aber jeder Töpfer mit eigener Note. Das leibliche Wohl kam natürlich auch nicht zu kurz. Es gab Glühwein, Bratwürste, Waffeln und noch anderen Weihnachtsschmaus wie selbstgemachte Lebkuchen.

Keramikklingeln von Clemens Schleifer

Keramik-Türklingeln, Schwimmfische und Krüge von Clemens Schleifer. | Fotocredits: Juliane Pröll

Auch Hollywood war schon da

Der Töpfermarkt in Thurnau beeindruckt neben dem Kunsthandwerk vor allem mit seiner historischen Kulisse. Das Schloss Thurnau stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde von den Rittern von Förtsch errichtet. Im 16. Jahrhundert ging das Schloss in den Besitzt der von Giechs und von Künsbergs über. Der Anlage wurden im Lauf der Jahrhunderte immer wieder Bauabschnitte hinzugefügt. So entstand ein wunderschöner, baulicher Flickenteppich aus verschiedenen Jahrhunderten. Sogar Filmproduktionen wurden in dem romantischen Bauwerk schon gedreht. Darunter „The Happy Prince“ ein Film über das Leben von Oscar Wilde mit Rupert Everett als Regisseur und Hauptdarsteller.

Weitere Marktberichte findet ihr in unserer Rubrik hierzu. Die Liste aller Aussteller von 2016 ist auf der offiziellen Webseite des Weihnachtsmarktes Thurnau veröffentlicht. Einige Stücke vom Töpfermarkt werden auch bei den Lieblingsstücken vorgestellt.

Weitere Impressionen vom Töpfermarkt in Schloss Thurnau:

  • Turm im Schloss Thurnau
    Turm im kleinen Innenhof des Töpfermarktes. | Fotocredits: Juliane Pröll

 

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