Mittelaltermarkt in Herzogenaurach

Ende Juli fand in Herzogenaurach wieder der Mittelaltermarkt statt.

Gaukler, Musik und Kunsthandwerk – all das bot der Mittelaltermarkt in Herzogenaurach. Mittelalter-Bands wie Sagax Furor und The Sandsacks sorgten von Nachmittags bis Abends für Unterhaltung. Gaukler Kasper erheiterte die Besucher mit artistischen Einlagen und lustigen Sprüchen. Auch ein Glücksrad sorgte für Kurzweil auf dem Markt. Die Wettergötter hatten es ebenfalls gut gemeint. Es war zwar bewölkt, aber nicht kalt.




Am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach trat auch die Band Sagax Furor auf.

 

Wahrsager und Druidensteine

Mystisch angehauchte Gemüter konnten sich bei der „Wahrsagerey“ die Zukunft vorher sagen lassen und Handwerksbegeisterte sahen dem Schmied, dem Scherenschleifer oder der Spinnerin bei der Arbeit zu. Neben gewerblichen Mittelalterständen waren auch einige Kunsthandwerker vertreten. Am Stand von Joachim Fux alias Vulpius Multiplex gab es einiges zu sehen. Der handwerkliche Tausendsassa bot an seinem Stand neben selbst gravierten Trinkhörnern zudem Druidensteine und handgemachte Lederhalterungen für die Hörner an. Auch Gürtel, Taschen und andere Lederwaren stellt der Händler auf Wunsch her.

  • Wahrsagereystand am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach
    Ganz entspannt: die Wahrsager am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach.

Göttlicher Axt-Schmuck

Petra Plässer dagegen verkauft an ihrem Stand „Petronellas Zauberrauch“ Räucherwaren verschiedenster Art. Hier fanden Räucherhexen die richtige Zutat für die eigene Mischung. Benzoe, unterschiedliche Sorten Weihrauch, Copal und weitere Ingredienzien fürs Räuchern waren bei ihr erhältlich. Ungewöhnliches Kunsthandwerk stellte Manfred Porath an seinem Stand auf dem Mittelaltermarkt in Herzogenaurach aus: Axt-Schmuck. Er ruft damit „die Tradition der tragbaren Äxte“ wieder ins Leben. Bei den Wikingern diente die Axt neben ihrer Funktion als Werkzeug und Waffe auch als ein Kultobjekt. Seine Axt-Anhänger sind inspiriert von historischen Ausführungen der Werkzeuge wie beispielsweise von Prunkäxten aus dem elften bis zwölften Jahrhundert.

  • Axtschmuck am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach
    Manfred Poraths Stand mit seinem selbstgefertigten Axtschmuck. Die Äxte sind in Silber und Bronze erhältlich.

Antike Brillen am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach

Den vollkommenen Durchblick am Mittelaltermarkt hatte Hermann Dahmen an seinem Brillenstand. Er fertig in Handarbeit mittelalterliche Brillenmodelle, aber auch Sehhilfen neuerer Zeit. Bei ihm gab es zudem echte historische Brillen aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Der Brillenmacher stellt die Nasenfahrräder nach realen Vorbildern sowie nach Kundenwunsch her. Gute Sicht ist auch beim Bogenschießen gefragt. Zur sportlichen Betätigung regte der Zeltstand von Varvölgy, einem traditionellen Pfeil- und Bogenhandel an. Dort waren ungarische Reiterbögen und dazu passende Pfeile erhältlich. Die Bögen werden von einem Bogenmacher in Ungarn per Hand gefertigt und von Varvölgy vertrieben.

  • Hermann Dahmen vor seinem Brillenstand am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach.
    Hermann Dahmen vor seinem Stand mit historischen Brillen.

Von Piraten und Preiselbeersenf

Modern gekleidete Besucher und mittelalterlich Gewandete schlenderten durch die Gassen des Marktes. Doch bei Ende des 16. Jahrhunderts war kleidungsmäßig noch lange nicht Schluss. Die Piraten-Truppe Queen of Raven mischte ebenfalls beim bunten Mittelalter-Trubel mit. Für mittelalterliche und moderne Verköstigung war natürlich auch gesorgt. Hanffladen mit Putenfleisch, Mutzbraten, Crêpes und Wildbratwürste mit Preiselbeersenf stillten den großen sowie den kleinen Hunger. Durstige konnten wählen zwischen Met, Bier, Beerenwein und anderen mittelalterlichen Getränken. Aber natürlich gab es auch Alkoholfreie Getränke wie Cola oder Wasser. Insgesamt ein kleiner, aber gelungener Markt.

  • Die Piraten-Truppe Queen of Raven am Mittelaltermarkt in Herzogenaurach
    Auch die Piraten-Truppe "Queen of Raven" war mit von der Partie.

Weitere Marktberichte findet ihr unter der gleichnamigen Rubrik auf kunsthandwerk-online.com.

 

 

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