Werkstatt-Reportage Perlenmacherei

Arbeitstisch im Atelier

Am großen Arbeitstisch im Atelier entstehen die Glasperlen | Fotocredits: Juliane Pröll

Glasperlen zu fertigen, ist eine uralte Kunst. Bereits in den Gräbern der Pharaonen fanden die Forscher kleine Glasperlen, eingearbeitet in Schmuckstücken. Sonja Eckert hat sich des filigranen Handwerks angenommen und ist Perlenmacherin geworden. In ihrem Atelier kreiert sie Perlen aller Art und zeigt euch wie eine Glasperle mit mehrfarbigem Muster entsteht.

Die Anfänge einer Glasperle

Da bei der Arbeit Verbrennungsgase entstehen, wird zuerst der Abzug eingeschaltet. Schutzkleidung und Schutzbrille ist bei den hohen Temperaturen des Gasbrenners ebenfalls wichtig, da abspringendes Glas zu Verletzungen führen kann und die Augen vom grellen Licht der Flamme schaden nehmen.

  • Sonja Eckert mit Feuerzeug am Brenner im Atelier
    Nachdem der Lüftungsabzug eingeschaltet wurde, wird der Zweigasbrenner angezündet. | Fotocredits: Juliane Pröll

Farben über Farben

Für das Design steht ein Regenbogen an Farben von verschiedenen Glashütten zur Verfügung. Einige der Bekanntesten sind Effetre, Reichenbach und Lauscha. Die beiden letzteren kommen aus deutschen Glashütten, Effetre fertigt in Murano. Wie sich die verschiedenen Glassorten miteinander mischen lassen, muss vorher ausprobiert werden, da einige Gläser sich bei gleicher Temperatur stärker ausdehnen als andere.

  • Flamme mit weißem Glasstab und Perlendorn
    Eine kleine, durchsichtige Perle ist entstanden. | Fotocredits: Juliane Pröll

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Neben unterschiedlichen Farben können auch verschiedene Muster-Techniken angewandt werden wie beispielsweise Punkte, Linien, Wirbel und vieles mehr.



  • Perle wird im Feuer gedreht
    Wieder wird die Glasperle im Feuer gedreht. | Fotocredits: Juliane Pröll

Die letzten Arbeitsschritte

Für die Vorführung wurde die Perle in Vermiculit abgekühlt. Normalerweise werden die Glasperlen in einem Temperofen langsam heruntergekühlt, damit das Glas spannungsfrei ist und nicht springt. Da das Einatmen des feinen Glasstaubes die Lunge schädigt, ist nach getaner Arbeit eine gründliche Reinigung des Arbeitsplatzes sehr wichtig.

  • Glas wird auf Perle in Flamme angebracht.
    Eine weitere klare Glasschicht wird auf die Perle aufgebracht. | Fotocredits: Juliane Pröll

Mehr Infos zur Perlenmacherei am See und einen Link zum Dawanda-Shop findet ihr auf der Webseite des Ateliers. Weitere Werkstatt-Reportagen gibt es auf Kunst-Stücke.com.

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